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Neubeginn auf dem Burgberg

Der männliche Stammbaum der Montclairs war mit dem Tode Johanns (1427), dem Sohn Jacobs ( 1371) ausgestorben. Eine Schwester Jacobs war verheiratet im Hause Sierck.

Arnold von Sierk erhielt 1428 die Erlaubnis von den Erzbischöfen Otto und 1433 von Raban von Trier den Burgberg nochmals zu bebauen. Mit dem Lehen erhielt er auch die Erlaubnis, das Wappen Montclair und Clermont zu übernehmen. Er nannte sich daraufhin auch von Montclair.

Die Burg Montclair wurde gleichzeitig mit der Schwesterburg Meinsberg in Manderen im Jahre 1439 fertiggestellt. Arnold und seine Nachfolger lebten in der schöneren Burg Meinsberg (sie ist mittlerweile renoviert und auch bekannt als Chateau de Marlborough).
Da Arnold 1455 ohne männlich Nachfolger starb, ging das inzwischen zur Reichsgrafschaft aufgestiegene Montclair an den Grafen von Sayn, der mit Elisabeth, Arnolds Tochter, verheiratet war.

Um die Burg wurde sich, bis auf eine Renovierungsmaßnahme 1581-1583, nicht mehr gekümmert. Sie blieb unbewohnt. In den kriegerischen Tagten des 17. Jahrhunderts wurde Montclair kaum mehr erwähnt. 1621 war die Burg schon zu großen Teilen verfallen. 1661 bestimmte Ludwig XIV von Frankreich, der Lothringen besetzt hielt, dass die Burg nicht mehr aufgebaut werden sollte. Allein das Hofhaus war noch zu Verwaltungszwecken in Gebrauch. Dies brannte allerdings 1786 ab.