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ersten nachweislichen Funde einer Befestigungsanlage auf dem Burgberg von
Montclair stammen aus der Zeit von 300 - 500 n.Chr. Die Anlage bestand aus
einem durch eine Mauer eingefassten Areal mit vorgelagertem Graben. Die
spärlichen Funde von Keramikresten deuten auf eine nur in Notzeiten aufgesuchte
keltische Fliehburg. Die Anlage ist bei einem Angriff niedergebrannt worden.
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uch
in der Römerzeit (25v. - 476n.Chr.) und in der Merowingerzeit (480 - 720n.Chr.)
war der Burgberg besiedelt und bot der Bevölkerung Schutz bei Angriffen.
Vermutlich schon im 9. Jahrhundert entstand 350m östlich der heutigen Burgruine
die Burg Skiva. |
kiva
hat sich aus einem fränkischen Gehöft entwickelt und war eine Turmhügelburg.
Der Aushub eines ovalförmigen Grabens wurde zu einem Turmhügel aufgeschüttet,
auf dem wohl ein Holzturm mit massivem Steinunterbau stand. Nach Nordwesten
schloss sich eine Vorburg mit den Wirtschaftsgebäuden an. Skiva wurde im
Jahr 1016 im Verlauf der Moselfehde durch Erzbischof Poppo vollständig zerstört.
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Der Burgberg
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elche
strategische Bedeutung der Burgberg hatte, zeigt sich daran, dass bereits
wenig später etwa 400m weiter westlich von Skiva eine neue Burg errichtet
wurde.
Die Burg Alt-Montclair wurde erstmals zwischen 1169 und 1183 urkundlich
erwähnt. 1190 tauchte dabei zum ersten Mal der Name Munkler bzw. Montclair
auf - heute zur Unterscheidung von der jüngeren Burg Alt - Montclair genannt.
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Aufsicht gibt einen Eindruck von der Ausdehnung der Burg
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Grundriss der Burg Alt-Monclair
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1. Halsgraben
2. Vorburg
3. Kernburg
4. ebenes Gelände 5. Verteidigungswerk 6. Verteidigungsgraben
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lt-Montclair
zählte zu den imposantesten Burgen des hohen Mittelalters in Deutschland.
Es handelte sich um eine für diese Zeit typische romanische Höhenburg.
Das Burgareal hatte eine Länge von 450m mit einer Vorburg im Osten, einer
Kernburg und im Westen vorgelagerten Verteidigungswerken. Die drei Abschnitte
waren durch Halsgräben getrennt. |
Mauerreste Alt-Monclair
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Kernburg bestand aus einem Bergfried,
mehren Verteidigungstürmen, einer Kapelle, einem großen Wohnhaus, Ställen
und Scheunen. Die Funde aus jener Zeit dokumentieren die reichhaltige romanische
Ausstattungsbildnerei der Burg. Im Jahr 1351 wurde die Burg, die bis dahin
als uneinnehmbar galt, nach einer Belagerung geschleift. |
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Jahr 1439 wurde auf dem Burgberg an der Saarschleife eine neue Burg fertiggestellt.
Ihre Ausmaße waren jedoch wesentlich bescheidener als die der früheren Burg.
Neu-Montclair besaß einen trapezförmigen Grundriss mit zwei
kleineren Flankierungstürmen
(Schalentürmen) an den Ecken im Westen und zwei Rundtürmen (Rondelle) an
der Hauptangriffsseite im Osten. Die vier Turmgeschosse der beiden Rondelle
hatten gleichzeitig Wehr-, Wohn- und Wirtschaftsfunktionen. Bemerkenswert
sind die angebauten Treppentürme an den beiden Rondellen. |
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Südansicht Neu-Montclair
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Grundriss Neu-Montclair
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1. Zufahrtsrampe 2.
Brückenhaus 3. Halsgraben
4. Burgbrücke 5. Torhaus 6. Nordost-Rondell 7. Treppenturm
8. Treppenturm 9. Südost-Rondell 10. Burghof 11. Kapelle(vermutet)
12. Süd-Wehrmauer 13. Südwest-Flankenturm 14. Ökonomiegebäude
15. Nordwest-Flankenturm 16. Nordwehrmauer 17. Turmkeller |
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wischen den Rondellen
befand sich das Torhaus,
bestehend aus der Torhalle, der überdachten Wehrplattform und dem Laufgang
zwischen den Treppentürmen der beiden Rondelle. Im Westen befand sich
zwischen den beiden Flankierungstürmen ein Ökonomiegebäude, dessen hintere
Wand Teil der Wehrmauer
war, die den annähernd rechteckigen Burghof umgab. Vor den Rondellen sollte
ein tiefer Halsgraben, der von einer Zugbrücke überspannt wurde, die Feinde
von der Burg fernhalten. Östlich der Brücke stand ein kleines
Torhaus zu ihrem Schutz.
Die Schwesterburg von Montclair ist die zur gleichen Zeit und in ähnlicher
Bauweise erbaute Burg Meinsberg bei Manderen in Lothringen. Der Erbauer
beider Burgen, Arnold VI. von Sierck, bevorzugte Meinsberg als Wohnsitz.
Montclair wurde auch von seinen Nachfolgern nie bewohnt und verfiel nach
dem Tod seines letzten Besitzers, Heinrich Graf von Sayn.
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