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dem Weg zur Burgruine Montclair steht ein sehr steiler Felsen namens Breitenstein.
Auf der Oberseite des Felsen sieht man ein Hufeisen und eine Radfurche
eingemeißelt, worüber man sich folgende Geschichte erzählt:
Die schöne Tochter des Grafen sollte sich einen jungen Ritter als Bräutigam
suchen. Daher kamen viele reiche Ritter dorthin, um um die Hand des jungen
Fräuleins anzuhalten. Sie entschied sich für einen großen, gutmütigen
deutschen Ritter. Der Graf hätte aber viel lieber einen keltischen Schwiegersohn
gehabt, der zwar reich aber doch auch wütend sein sollte. Deshalb sollte
in einem Wettstreit entschieden werden, wer die Tochter des Grafen heiraten
dürfe.
Die Freier sollten in ihrem Pferdegespann schnell auf den Felsen Breitenstein
zufahren und dort wenden. Da es dort sehr schmal war, war dies eine schwierige
Aufgabe. Der deutsche Ritter gewann, worüber der andere so verärgert war,
dass er beim zweiten Versuch mit Wagen und Pferd in die Saar hinabstürzte
und von den Wellen verschlungen wurde.
Es wurde eine große Hochzeit gefeiert, und als Erinnerung ließ man Hufeisen
und Radfurche in den Felsen einmeißeln, so wie man sie heute noch sehen
kann.
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schon so oft, war der Graf von Montclair wieder mal im Kampf mit benachbarten
Rittern. Obwohl diese in der Überzahl warenl, gelang es ihnen nicht
die Burg zu stürmen. Daher wollten sie warten, bis die Burgleute - von
Hunger geplagt - sich ergeben würden.
Jedoch fand einer der Burgmänner auf der Suche nach etwas Eßbarem
eine große Anzahl Bienenkörbe. Diese wären eine sehr gute Waffe gegen
die Eindringlinge, dachte er sich.
Man stellte die summenden Bienen in ihren Körben auf die Burgmauern, wartete
bis die Feinde wieder angriffen und stieß die Körbe die Mauer hinunter.
Die stechenden Bienen trieben die Feinde in die Flucht.
So konnten die fremden Ritter erfolgreich besiegt werden und die Burg
Montclair blieb erhalten.
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vielen Jahren lebte im Saargau unterhalb der Burg Montclair ein sehr reicher
Bauer. Dieser war so geizig, dass er keinem Bettler was abgab. Er glaubte
auch nicht an Gott, sondern an den Teufel. Sonntags, wenn die anderen
zur Kirche gingen, zählte er seine Silbermünzen. An einem Sonntag verwandelten
sich alle Silbermünzen in böse Ratten, die den Bauer mit Haut und Haaren
auffraßen.
Der böse Geist des Bauern aber blieb in dem Haus und machte jede Nacht
einen fürchterlichen Lärm, der die Dorfbewohner erschreckte. Ein alter
Mann, der in einer Höhle unter der Burg Montclair lebte, sollte den Spuk
beenden. Er kam in das Geisterhaus und trug etwas schweres zurück in seine
Höhle. Niemand
sah, was er dort tat.
Von da an konnte man aber in der Nähe des Breitensteins ein seltsames
"Quaken" hören. Es kam von einer riesigen Kröte, die der Geist des alten
Bauern sein sollte, die so fürchterlich stank, dass sie alle Menschen
und Tiere vertrieb. Selbst die Pflanzen verdorrten und die Fische in der
Saar starben. Schließlich floh auch der Graf von Montclair. Mit dem Grafen
verschwand auch der alte Mann aus der Höhle, der nämlich ein Bruder des
Grafen gewesen sein soll, der um sein Erbe betrogen wurde.
Nach einem langen Winter kam auch wieder die Kröte aus der Höhle hervor.
Da sie aber von dem vielen Schnee so geblendet wurde rutschte sie den
Abhang hinunter und versank in den eisigen Fluten der Saar. Der böse Geist
war endlich verschwunden und die Burgherren kamen wieder zurück auf die
Burg Montclair. Der Berg schmückte sich wieder mit frischem Grün und Mensch
und Tier freuten sich.
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