Mehr als nur der Weg zur Burg

Am 17.09.2011 fand die offizielle Eröffnung des Walderlebnis Montclair statt.

Wer heute den Weg zur Burg Montclair mit Kind und Kegel erwandert, der wird unterwegs mit allen seinen Sinnen gefordert. Viel Kurzweil für Groß und Klein bieten die sechs Baumartstationen und drei Bewegungsstationen des neuen Natur-Erlebnisparcours. Am Samstag, den 17.09.2011, wurden bei einer geführten Wanderung der Öffentlichkeit die insgesamt 9 Stationen, die den Wanderweg vom Parkplatz St. Gangolf bis zur Burg säumen, vorgestellt. Zu den Gästen zählte auch Umwelt-Staatssekretär Klaus Borger. Er lobte die gute Umsetzung des Projektes, da es vor allem Kindern den heimischen Wald wieder näher bringen würde. Auf dem rund 3,8 Kilometer langen Weg zur Burg können Familien mit Kindern oder interessierte Wanderer spielerisch ihr Wissen über die Tierwelt und den Baumbestand des Waldes testen. Puzzle-Spiele an den Stationen informieren zum Beispiel über einzelne Baumarten. Die Informationen sind „versteckt“. Der deutsche Name des Baumes sowie seine lateinische Bezeichnung und Bilder, die mehr über das Aussehen und die Verwendung der Holzart verraten, sind an würfelartigen Drehelementen angebracht. Sie können durch richtiges Einstellen der Würfel „erpuzzelt“ werden. „ Es ist uns wichtig, den Weg zur Burg auch für Kinder abwechslungsreich zu gestalten. Und wenn sie dabei noch etwas über die Tiere und Bäume im heimischen Wald lernen, dann ist das umso besser“, erklärt Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich. Wie man im Wald telefoniert, das hat die Landrätin an einer der Bewegungsstationen, dem sogenannten „Baumtelefon“, selbst ausprobiert.

Ein aufgestellter Baumstamm liefert hier den Beweis dafür, dass Holz ein guter Leiter für Schall ist. Klopft man an der einen Seite des Stammes, dann wird der Empfänger auf der anderen Seite die Geräusche mit seinem Ohr am Stamm deutlich wahr nehmen können.

„Mir hat neben dem Baumtelefon auch die Sprunggrube gut gefallen“, berichtet der siebenjährige Dennis Ballof. „Ich bin so weit gesprungen wie ein Hase“. An dieser Bewegungsstation können die Kinder ihre eigene Sprungkraft mit der Sprungkraft der Tiere des Waldes vergleichen. Aber nicht nur in der Sprunggrube, sondern auch beim Balancieren oder Baumstammspringen können die Kleinen sich austoben und ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen.

Gebaut wurden die sechs Baumartenstationen von Schülern des Berufsgrundschuljahres (BGJ), Fachbereich Holz, am BBZ Nunkirchen und Auszubildenden der Fachrichtung Metall der ThyssenKrupp System Engineering GmbH, die am BBZ unterrichtet werden. Die Bewegungsstationen wurden von Joachim Vicari aus Losheim und der Gesellschaft für Infrastruktur und Beschäftigung des Landkreises Merzig-Wadern mbH unter Leitung von Traugott Rühling errichtet.

Der Walderlebnis-Parcour ist ein Projekt der Kulturstiftung des Landkreises und wurde von vielen Partnern, Förderern und Sponsoren unterstützt.

Das Konzept „Walderlebnis Montclair“ entwickelten Petra Thielen, Mitarbeiterin der Kulturstiftung des Landkreises Merzig-Wadern, und Oliver Schäfer, der ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Stabsstelle Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kreisverwaltung Merzig-Wadern absolvierte. Markus Weber, Mitarbeiter der Waderner Firma haba GmbH, plante die Details der Baumartenstationen in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des Kreisamts für Bauverwaltung, welche die grundlegende Planung erstellten.